Radikale Linke und Gewalt

Wenn die radikale Linke in die Schlagzeilen und damit in eine breitere gesellschaftliche Diskussion gerät, hängt dies oftmals mit Gewalttathandlungen zusammen. Seien es klandestine Sabotageakte gegen Fahrzeuge von Wohnungskonzernen oder Flaschenwürfe auf Demonstrationen der extremen Rechten und die Polizist*innen, die diese schützen: Es sind nicht zuletzt Sachbeschädigungen, aber auch Gewalttaten gegen Menschen, mit denen die radikale Linke, beziehungsweise ein kleiner Teil des linksradikalen Spektrums, sich öffentliche Aufmerksamkeit sichert.

Doch: Was wissen wir eigentlich über Qualität und Quantität linksradikaler Gewalt? Welche Daten gibt es und welches Lagebild, welche Trendentwicklung lassen sich aus diesen ableiten? Wo liegen die Defizite dieser Daten? Welchen Zweck erfüllen die Gewaltpraktiken? Sind sie vor allem als symbolische Gewalt zu verstehen, als militanter Ausdruck eines widerständigen Habitus, gerichtet gegen die gegenwärtige ökonomische, soziale und politische Verfasstheit unserer Gesellschaft? Oder werden konkrete Ziele verfolgt? Diese und andere Fragen beantwortet Matthias Mletzko, ehemaliger Mitarbeiter am Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung an der TU Dresden, im Gespräch mit unserem Kollegen Alexander Deycke.

 

Gesamtpodcast:

Radikal Linke und Gewalt (1:30:44)

 

 

  • Gewaltlegitimation in der radikalen Linken (14:57)

 

  • Datenlage (12:08)

 

  • Aussagekraft und Schwachpunkte der PMK-Statistik (18:55)

 

  • Polizeiliche Statistik im historischen Längsschnittvergleich (21:22)

 

  • Konfrontationsgewalt (06:16)

 

  • Erleben wir eine neue Qualität linksradikaler Gewalt? (15:16)